In der Saison 2025/26 haben wir eine Mannschaft in der Oberliga.
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Knappe Niederlage in Kiel
In der 5. Runde der Oberliga mussten wir auswärts gegen die 2- Mannschaft von Doppelbauer Turm Kiel spielen. Kiel bisher 0 Punkte, wir 1 Punkt, also Abstiegskampf pur.
Leider fielen bei uns mit Hannes und Mirko die Stammbretter 4 und 5 aus, dafür rückten dann Arne an Brett 7 und Michael an Brett 8 in die Mannschaft.
Als erstes endete nach etwa 2 Stunden die Partie von Karsten gegen Hebbinghaus (Aussage Karsten: „der hat eine Remisquote von über 100 Prozent“) remis, eine völlig ausgeglichene damenlose Stellung.
An Brett 8 hatte Michael mit schwarz gegen Stegert die Eröfnung nicht optimal behandelt.

Weiß steht hier schon besser und zog 16.c5?! (besser wäre es erst einmal die Stellung langsam zu verstärken, z.B. Sb5). Nach 16….bxc5? 17.bxc5 c6 (Sxc5 18.Lxc5 dxc5 19.Sxe5) 18.Tab1 Dc8 19.Sa4 Tb8 20.Sb6 Dc7 21.cxd6 Dxd6 22.Sxd7 Sxd7 23.dxc6 Tfc8 24.Ted1 Dc7 25.Dd2 gab Michael wegen Figurenverlust auf. Richtig wäre 16….axb4! gewesen. Nach 17.axb4 Txa1 18.Txa1 dxc5 19.bxc5 Sxc5 20.Lxc5 bxc5 21.Sxe5 hätte Sxe4! Zum Ausgleich geführt, z.B. 22.Dxe4 Te8 23.f4 f6. Diese Computervariante ist allerdings auch schwierig zu sehen.
Die Partie von Arne mit weiß gegen Boehm (immerhin etwa 250 Elo mehr als Arne) glich einer Achterbahnfahrt. Erst geriet Arne aus etwas besserer Position durch eine verfehlte Kombination in eine Verluststellung, dann stellte sein Gegner einen Turm ein und Arne stand klar auf Gewinn, hatte allerdings wieder einmal mit knapper Bedenkzeit zu kämpfen. In der Folge wurde deshalb die Stellung durch ungenaue Züge wieder unübersichtlich.

Hier zog Arne, der inzwischen nur noch seine 30 Sekunden Bonus hatte, 31.Df4 (am einfachsten hätte laut Stockfish 31.Tc5 gewonnen, aber die Varianten sind bei der Bedenkzeit nicht einfach zu berechnen). Jetzt hätte Schwarz mit Dh5+ 32.Dh4 Df5+ 33.g4 Dd3+ 34.Dg3 Dh7+ Dauerschach geben können. Aber Schwarz zog 31….Dxb2? 32.Dc4+ Kb6 und Arne gab auf c5 und c4 Dauerschach. Bei mehr Zeit hätte er vielleicht 33.Tc3 gespielt, z.B. Dg2+ 34.Kg4 und die Engine sieht eine klare Gewinnstellung für Weiß.
An Brett 6 hatte Willi mit schwarz gegen Saglam wohl schon in der Eröffnung die Varianten verwechselt, stand dadurch schnell schlecht und sein Gegner ließ ihn nicht mehr ins Spiel kommen, nach 32 Zügen musste Willi aufgeben.
Christoph entschied sich mit schwarz an Brett 4 gegen Vollbehr schon in der Eröffnung für eine bekannte Gambitvariante.

Hier spielte Christoph 12….Sxe4, was nach 13.Sxe4 dxe4 14.Sd2 zu deutlichem weißen Vorteil führte. Besser wäre gewesen das Zentrum beweglich zu halten, z.B. mit Sbd7 oder auch a6. Stockfish gefällt dann die schwarze Stellung sogar etwas besser. Weiß erreichte dann auch ein gewonnenes Endspiel mit Mehrbauern, aber dann stellte er durch einen groben Fehler den Bauern ein, deshalb remis nach 57 Zügen.
Am 1. Brett spielte Mikhail gegen Mats Beeck, nach 36 Zügen stand es so:

Die Stellung ist hier nach z.B. 36….a5 oder Lc7 etwa ausgeglichen aber wohl etwas bequemer für weiß. Schwarz meinte aber wohl eine Kombination starten zu können und zog 36….Lxe5??, aber nach 37.fxe5 Dxe5+ ging einfach 38.Lf4, und nach Dh5 39.Td2 gab er auf.
Damit stand es 3,5 zu 2,5 für Kiel, wir brauchten also mindestens noch 1,5 Punkte.
Hendriks Stellung an Brett 2 mit schwarz gegen Callsen sah vielversprechend aus, meine Stellung war für mich völlig unklar.

Hendrik hatte Mehrbauern und Läuferpaar und stand jetzt bei knapper Bedenkzeit vor der Frage wohin mit dem angegriffenen Läufer. Er entschied sich für 37….Lg6, aber nach 38.Kf3 Lc2 39.Lb7? (Le4+!) Ld3? (Lf1+ um dem Läufertausch zu entgehen war die letzte Chance auf Gewinn zu spielen) 40.Le4+ Lxe4+ 41.Kxe4 war die Partie nicht mehr zu gewinnen, nach weiteren 7 Zügen remis.
Ich spielte mit weiß gegen Bräutigam, der mit seinem Alter von 16 Jahren mein Enkel sein könnte.

Es folgte bei beiderseits knapper Bedenkzeit 37….Tb2 38.Tcxc3 Txf2+ 39.Kh1 (nach Kg1 was ich auch erwogen hatte, steht Schwarz mit Txa2 auf Gewinn) Se2 40.Tgf3 (einziger Zug, hält aber zum Glück die Stellung) Txf3 41.Txf3 Txd4 42.h5!? (auch Kg2 Txh4 43.Kf1 oder Tb3 Txh4+ 43.Kg2 Tb4 44.Txb4 axb4 45.Sxd5 führen zum remis) Th4+ 43.Kg2 Sf4+ 44.Kg3 g5 45.Tf1 Sxh5+ 46.Sxh5 Txh5 47.Txf7 Txh6 48.Td7 (oder Kg4 Kg8 49.Td7 Th2 =) Th4, und 7 Züge später war kein Material mehr zum Gewinn vorhanden.
Unterm Strich also eine 4,5 zu 3,5 Niederlage, wir gewinnen einfach zu wenig Partien, auch wenn wir uns darum bemühen.
Arvid mit Unterstützung von Stockfish
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Niederlage gegen Norderstedt in der Oberliga
Am 07. Dezember trafen wir in der 4. Rund der Oberliga auf den Tabellenzweiten SK Norderstedt, der bisher alle 3 Spiele gewonnen hatte, während bei uns nur ein unentschieden und 2 Niederlagen auf dem Konto standen. Insofern war die Favoritenrolle klar, aber da Norderstedt doch etwas ersatzgeschwächt antrat keimte etwas Hoffnung auf.
Bei Karsten gegen Zierke und Mirko gegen Hovhannisyan verliefen die Partien ausgeglichen und landeten bald im Remishafen, bei fast gleichen ELO-Zahlen auch nicht überraschend.
An Brett 8 hatte Willi mit weiß gegen Deniz deutliche ELO-Vorteile und stand nach der Eröffnung auch besser. Aber dann wählte er einen falschen Plan und sein Gegner begann Linien gegen den weißen König zu öffnen.

Nach zuletzt 19.…f7-f5 folgte 20.exf5, und hier opferte Schwarz überraschend mit Lxg2!? eine Figur. Es folgte 21.Kxg2 Dc6+ 22.Kf1 Sf3 23.Txf3? (besser war Dd1 und Stockfish schätzt die Stellung gleich ein) Dxf3 24.Df2 Dxh3+ 25.Kg1 Dg4+ 26.Kf1 Dh3+ und man einigte sich auf remis wegen Dauerschach. Dabei wäre es nach 26….h3 wohl noch schlimmer für Weiß gekommen.
Mir steckte wohl noch das gerade beendete 9rundige Turnier in Binz in den Knochen, ich merkte schon bald dass ich mich laufend verrechnete. So war es auch kein Wunder dass ich nach einer scharfen Eröffnung mit schwarz gegen Falko Meyer bald sehr schlecht stand.

Hier hoffte ich mich mit 17….Sxc3 und Turmtausch noch etwas zu entlasten, aber es folgte 18.Txd8+ Dxd8 19.Th8+!! Kxh8 20.Sxf7+ und nach wenigen Zügen musste ich aufgeben. Aber auch andere Züge hätten mich nicht mehr gerettet.
Christoph fand in seiner Partie mit weiß gegen Parvanyan nach frühem Damentausch und ausgeglichener Eröffnung auch nicht den richtigen Plan und wurde nach und nach überspielt, im 36. Zug wurde er matt gesetzt.
Hendrik hatte am Brett 2 gegen Khachartyan eine etwas bessere Stellung erreicht.

Nach 29.a6! bxa6 30.Dxa6 sieht ihn die Engine deutlich im Vorteil. Es folgte aber 29.Sd2 Lxg2 30.Kxg2.Sb8 31.Se4 Sa6 32.Txe5!? und die Partie endete wenig später mit Dauerschach.
Am Spitzenbrett hatte Mikhail schwarz gegen Powierski, es ergab sich eine etwa ausgeglichene Position.

Nach etwa 14….g6 sieht die Engine nur einen kleinen weißen Vorteil. Mikhail zog dagegen 14….Sb4, rechnete mit 15,Db1 Sxd3 nebst Lf5 und bequemem schwarzen Spiel. Er hatte aber völlig übersehen dass Weiß mit 15.Lxh7+! einen Bauern gewinnt, da nach Sxh7 16.Db3 der Lg4 und Sb4 angegriffen sind. Es folgte 15….Kh8 16.Da4 Sc6 17.Ld3 mit klarem weißen Vorteil. Aber durch geschicktes lavieren gelang es ihm Gegenspiel zu bekommen, und nach 45 Zügen einigte man sich auf remis da keine Partei mehr Fortschritte erzielen konnte.
Als letzter spielte Hannes an Brett 3 mit schwarz gegen Guo, er verlor zwar im Mittelspiel einen Bauern hatte aber genug Kompensation dafür und gewann in der Zeitnotphase den Bauern zurück.

Hier wäre 45.Se4 Tc7 46.Sxc3 mit gleicher Stellung richtig gewesen. Weiß zog aber 45.g3?, und nach hxg3 einigte man sich auf remis. Die Engine sieht jetzt nach 46.hxg3 Lf6! schon eine schwarze Gewinnstellung, aber da die Niederlage der Mannschaft zu diesem Zeitpunkt schon feststand war wohl auch die innere Spannung weg.
Unter dem Strich als eine 5:3 Niederlage, aber es war wohl auch hier wieder mal mehr drin. Wir haben zwar in der Tabelle noch 3 Mannschaften mit 0 Punkten hinter uns, aber es kann durchaus sein dass mehr als 3 Mannschaften absteigen, in der 2. Bundesliga liegen momentan 2 Mannschaften auf Abstiegsrängen die dann in unsere Staffel kommen würden.
Wir haben von den 32 Partien der ersten 4 Runden nur 2 Partien gewonnen, das muss einfach besser werden.
Arvid mit Hilfe von Stockfish
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Auch gegen Graal-Müritz ein Sieg für SF1
In der 9. Runde der Verbandsliga ging es zwischen uns und Graal-Müritz eigentlich um nichts mehr, wir standen schon als Staffelsieger fest und unser Gegner stand im gesicherten Mittelfeld. An Brett 7 bekam Bernd zudem einen kampflosen Punkt, und so wurde an den Brettern 4 bis 6 (Karsten, Arvid, Willi) bereits nach wenigen Zügen gegen alte Bekannte die Friedenspfeife geraucht.
An Brett 3 erreichte Hendrik gegen die ungewöhnliche weiße Eröffnungsbehandlung (1.e4 c5 2.a3) schnell eine bequeme Stellung. Hier hatte Schwarz einen Bauern gewonnen und stand bereits auf Gewinn.

Am einfachsten wäre jetzt 21….Sa4 gewesen. Aber Hendrik entkorkte das interessante Sxd3!? mit taktischen Verwicklungen. Nach 22.cxd3 (Tbd1? Sf2+!) Dxd3 23.Tbe1 e4?! 24.Lxg7? exf3! 25.Sf4 fxg2 26.Sxg2 Dd2 gab Weiß 4 Züge später auf. Stockfish zeigt die mögliche Rettung für Weiß: 24.fxe4! Lxc3? (nach Txe4! 25.Lxe4 Lxe4+ 26.Kg1 De3+ 27.Tf2 g5! 28.Dh5 Lxc3 sieht Stockfish Ausgleich bei komplizierter Stellung) 25.Txf7!! und Weiß hätte auf Gewinn gestanden. Aber das sind eben Computervarianten.

Hier zog Schwarz 9….d5?! (die Maschine empfiehlt stattdessen e5!?, z.B. 10.Lxe5 Sxe4! 11.fxe4 Dg5+ und Weiß steht nur geringfügig besser) 10.Se2 Ld7? (besser Te8, allerdings auch mit besserer weißer Stellung) 11.Ld6! dxe4 (Te8 12.e5 ist noch schlechter) 12.Lxf8 Kxf8 13.fxe4 Sxe4 14.De3 und die Mehrqualität setzte sich allmählich durch, nach 41 Zügen musste Schwarz die Segel streichen.
Am Spitzenbrett spielte Mikhail wie im Vorjahr Caro-Kann gegen Wolfgang Westphal.

Nach zuletzt 12.Sg3 zog Mikhail hier Da5!? (auch Lxd3 13.Dxd3 Sa5 war gut), es folgte 13.Sxf5? (Lxf5! Sxf5 14.Sxf5 exf5 15.Dd3 hätte leichten weißen Vorteil ergeben) Dxc3+! 14.Ld2 Dxd3 15.Sd6+ Kd7 16.Sxc8 Txc8, und trotz der Qualität weniger steht Schwarz hier schon besser. Später ging für Weiß auch noch der Ba3 verloren und die schwarzen Bauern auf a und b machten das Rennen.
An Brett 8 hatte Helmut weiß gegen Rolf Müggenburg, nach 24 Zügen hatte er schon 2 Mehrbauern.

Hier gewann er nach 27….Txb4 28.Sa2! Sxd5 29.Sxb4 Sxb4 30.Dg3 eine Qualität und stand klar auf Gewinn. Helmut tat sich bei der Verwertung dann noch etwas schwer, aber der Sieg nach 53 Zügen geriet letztendlich nie in Gefahr.
Damit stand dann am Ende ein klarer 6,5:1,5-Sieg zu Buche, in der Abschlusstabelle 18:0 Mannschaftspunkte.
Arvid mit Hilfe von Stockfish
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Sieg der Verbandsliga perfekt
In der vorletzten Runde der Verbandsliga am 06.04. hätte ein unentschieden beim Tabellenletzten Think Rochade Rostock zur endgültigen Absicherung des Gewinns der Verbandsliga gereicht, aber natürlich wollten wir gewinnen.
Als erstes war nach knapp 2 Stunden meine Weißpartie gegen Robert Jänsch beendet.

Hier steht Weiß schon deutlich besser und nach 20….Le6? 21.Sc7 Tae8 22.Sxe8 Txe8 23.b3 e4 24.Lxe4 Se5?? 25.Lg5 gab Schwarz auf.
Als nächstes gewann Willi seine Schwarzpartie gegen Svetlana Morosova:

Willi steht bereits bequem und zog hier 18….Se3! Nach 19.Dd3? (nötig war 19.Sxe3 Lxd4 20.Kh1 mit Ausgleich, z.B. Dg5 21.Dc7!) Sxd1 war der Rest bis zum 33. Zug nur noch eine Sache der Technik.
An Brett 8 spielte Laurin mit schwarz gegen Muhterem Firatli und hatte zuletzt mit dem Läufer auf b2 geschlagen:

Nach 29.Db3+? (richtig war 29.Sd6! mit unklarer Stellung) Dd5! griff Weiß zu seinem Läufer um auf e6 Schach zu geben und dachte damit die Dame zu gewinnen, aber bevor er sie los ließ bemerkte er dass der Läufer einfach geschlagen werden kann, aber nun musste er in den sauren Apfel beißen. Nach Dxe6 gab er 6 Züge später auf, damit 3:0 für uns.
Karsten hatte mit schwarz gegen Max Gazizov bange Momente zu überstehen.

Weiß hatte erst einen Bauern und dann eine Figur geopfert und dafür gute Angriffschancen erhalten. An dieser Stelle hätte er mit 29.Txe7! klaren Vorteil kriegen können, z.B. Txe7 30.Tg6 Df7 31.f5, oder Kxe7 30.Tg6 Dh8 31.Dc5+, oder Dxe7 30.Dxh6+ Ke8 31.Dxc6+. Aber das ist schwer alles zu berechnen, und nach 29.Tg6? Dh4 30.Dxh6+ Dxh6 31.Txh6 Lf6 32.Tc5? (besser Teh5 mit leichtem schwarzen Vorteil) Lg4! steht Schwarz schon auf Gewinn. Damit 4:0 und Platz 1 in der Verbandsliga war uns auch theoretisch nicht mehr zu nehmen!
Hendrik spielte gegen Enrico Krause mit weiß und hatte hier eine Stellung erreicht in der es für beide Spieler viel zu rechnen gab.

Es folgte 27.Lxc8 Sc3! 28.Df3 Sxd1? (besser Txc8 29.bxc5 mit leichtem weißen Vorteil) 29.Sc6! Txd3 30.Sxe7+ Kf8 31.Da8! Kxe7 32.Sxc5? (viel stärker war Sa5, z.B. g5 33.La6! Dxa6 34.Sc6+ mit Damengewinn) Td5? (Td8! mit gleichen Chancen) 33.Ld7! Txd7 34.Df8+! Kxf8 35.Sxd7+ und Schwarz gab 4 Züge später auf!
Am Brett 1 spielte Eike Kist gegen Mikhail Simantsev (weiß) Wolga-Gambit, und es zeigte sich wieder mal dass Weiß mit dieser Eröffnung zwar meist gut steht, aber auch leicht mal fehl greifen kann.

Es folgte 19.a5 (Stockfish empfiehlt b3 mit deutlichem weißen Vorteil) Sd7 20.Tc4? (nach 20.b6 Dxa5 21.Lc4 hat Weiß immer noch etwas Vorteil) Dxa5 21.Ta4 Db6 22.Sc4 Dc7 23.Sd2 axb5 und hier stand Schwarz schon besser, gewann bald einen Bauern und dann die Partie.
Hannes (schwarz) hatte ein Turmendspiel mit einem Mehrbauern, aber wie sollte der König den ständigen gegnerischen Turmschachs entkommen?

Nach z.B. 64.Tg8+ Tg6 65.Ta8 sollte die Partie remis enden. Sein Gegner Emin Satuev entschied sich hier aber für den spektakulären Zug 64.f4+??, nach dem das Endspiel für Weiß gewonnen ist. Es folgte gxf3 65.Txf3 exf3 66.Txe5+ Kf4 67.Te8 Tg6+ 68.Kh2 f2 und der weiße f-Bauer entschied die Partie.
Die letzte Partie lief an Brett 7 von Morten gegen Jan Ostrzinski, der sich trotz deutlichem DWZ-Minus geschickt eine feste Verteidigungsstellung aufgebaut hatte,

Morten versuchte zwar noch mit 39.h4 gxh4 40.Th5 Dd7 41.T1xh4 Le7 42.Ld2 T6h7 43.Df4 De6 44.Dh2 Dg8 45.Th6+ Txh6 46.Txh6+ Txh6 47.Dxh6+ Kf7 48.g5 etwas aus der Stellung zu quetschen, aber nach 48….Dg7 49.Dxg7 Kxg7 endete die Partie remis.
Also 6,5 zu 1,5 für uns, vor der letzten Runde 4 Mannschaftspunkte Vorsprung und damit vorzeitiger Staffelsieg!

Arvid mit Unterstützung von Stockfish 17
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Knapper Sieg im Spitzenspiel der Verbandsliga
In der 7. Runde der Verbandsliga empfingen wir als Tabellenführer den Zweiten SAV Torgelow.
Bei uns fehlte das Spitzenbrett, aber auch Torgelow war nicht ganz in Bestbesetzung angereist.
Ziemlich schnell gewannen wir fast zeitgleich an Brett 7 und 8 und verfügten damit über einen beruhigenden 2:0- Vorsprung. Helmut hatte ein von seinem Gegner Paul Schmidt versuchtes scharfes Gambit trocken abperlen lassen und zog hier

8….d6. Weiß hätte hier 9.Sf3 spielen müssen, z.B. 9….dxe5 10.Sxe5 Sxe5 11.De2 Le6 12.Dxe5 Dd7 mit etwa ausgeglichener Stellung. Er zog aber das auf den ersten Blick logische 9.f4? und nach dxe5 10.dxe5 (fxe5 Dh4+ sieht noch schlechter aus) d4 11.Se4 Dd5 hatte Schwarz schon deutlichen Vorteil. Nur 10 Züge später war der Vorteil schon erdrückend:

21….Sc4+ und ein paar Züge später war dann Schluss, ein überzeugend herausgespielter Sieg!
Sven hatte sein geliebtes Morra-Gambit aufs Brett bekommen, und da sein Gegner Felix Schmekel die Entwicklung des Königsflügels etwas vernachlässigt hatte, konnte er hier

seinen Gegner mit dem Standardopfer 14.Sd5! vor unlösbare Probleme stellen. Nach 14….exd5 15.exd5 Sf6 16.dxc6 bxc6 17.Txc6 war auch hier kurz danach Schluss.
An Brett 5 spielte Willi gegen Norbert Bauer Königsindisch und zog hier

33….e4!. Es folgte 34.Se6 Df6 35.Dxf6 Txf6 36.Sd4? (besser Sxg7 mit völligem Ausgleich) und man einigte sich auf remis. Der Computer sieht dabei Schwarz nach Ta6! 37.Sb5 d4 im Vorteil.
Karsten hatte mit schwarz gegen Arkadiusz Korbal ein völlig gleiches Damenendspiel auf dem Brett:

Nach z.B. 32.f5 oder Dxa5 bewertet Stockfish die Stellung mit 0,00. Aber Weiß zog Dg3? Und nach 32….Dc1! steht Schwarz bereits auf Gewinn. Danach hätte Karsten mehrmals klar gewinnen können, aber nach einem fehlerhaften Zwischenschach konnte er dem Dauerschach nicht mehr entkommen, damit remis. Ich konnte mit weiß gegen Florian Schmekel keinen entscheidenden Vorteil bekommen, gewann dann zwar letztendlich noch einen Bauern,

aber das Endspiel ist nur remis, obwohl ich noch 25 Züge lang weiter knetete.
Für unübersichtliche Stellungen bei knapper Bedenkzeit ist bei uns Hendrik zuständig. Er hatte sich eine Gewinnstellung erarbeitet und zog hier

38.Dc5? Txe3! 39.fxe3 Txe1 40.Txh5 Txe3 und wenig später remis. Stattdessen hätten einige andere Damenzüge den Vorteil festgehalten, z.B. 38.De5 und nun scheitert Txe3 an Dxa1.
Damit führten wir aber 4:2 und konnten zumindest nicht mehr verlieren.
Pechvogel des Tages war an Brett 1 Hannes, der gegen den jungen FIDE-Meister Jakob Herrmann gut gegengehalten hatte und dieses Endspiel auf dem Brett hatte.

Weiß bot jetzt mit 64.Tf3 den Turm zum Tausch an, und nach z.B. 64….Ta1 ist das Endspiel remis. Stattdessen zog Hannes Kg6?? und gab sofort auf ohne Txf1 abzuwarten. Solche Blackouts kommen eben leider ab und zu vor, aber das ist natürlich vor allem für den Spieler selbst bitter.
Damit führten wir nur noch 4:3, und die Stellung von Bernd gegen Michael Ehlers war kritisch. Bernd war die Eröffnung völlig missraten, aber er versuchte immer dem Gegner noch Probleme zu bereiten und ihm die Verwertung seines Vorteils zu erschweren.

Ehlers hätte nach z.B. 58….h5 auf Gewinn gestanden, aber er zog Ke5? und nach 59.Dh8+ Kd5 60.Dxh7 ist die Stellung laut Stockfish remis. Schwarz probierte es zwar noch eine Weile, aber nach 79 Zügen sah er ein dass er den gegnerischen Schachs nicht mehr entkommen kann.
Damit war dann der knappe 4,5 zu 3,5 Sieg geschafft!
Arvid mit Hilfe von Stockfish 17
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Auswärtssieg bei Uni Rostock
Am 09.03. hatte die erste Mannschaft ein Auswärtsspiel beim Tabellenachten Uni Rostock zu bestreiten. Obwohl wir durch kurzfristige Krankheitsausfälle nur zu siebt spielen konnten und zudem mit 2 Ersatzspielern antraten, waren wir als Tabellenführer Favorit, zumal auch bei den Rostockern einige Stammspieler fehlten.
Als erster gewann Sven an Brett 7 mit weiß nach etwa einer Stunde, sein Gegner Jochen Lüth machte es ihm aber auch nicht sehr schwer. In dieser Stellung

folgte 11….0-0-0?? (besser 11….Lxd3 mit leichtem weißen Vorteil), und nach 12.Lxg6 hxg6 13.Sxf7 hatte Sven eine klare Gewinnstellung.
Damit war unser kampflos an Brett 6 abgegebener Punkt ausgeglichen.
An Brett 5 spielte ich mit weiß gegen Thomas Schwetlick.

Hier kam 25….Kf6?? (nach 25….Ta6! wäre nicht viel los gewesen), und nach 26.Txe6+! gab Schwarz wegen der Gabel auf c7 auf. Damit 2:1 für uns.
Am vierten Brett stand Karsten gegen Böcking nach der Eröffnung hier schon besser, nach

13.e5 (etwas besser 13.Ld3) Lxc3 14.bxc3 Se4 15.Te1 Sxc3 gewann er einen Bauern und fuhr dann das Endspiel sicher nach Hause, damit 3:1.
Am achten Brett hatte Michael Popp sich mit schwarz solide aufgebaut und stand schon deutlich besser.

Seinem Gegner Hantel fiel offenbar nichts mehr ein und er ließ in aller Ruhe seine Zeit ablaufen. Nach z.B. 25.Kh2 Se4 26.Sg5 Sf6 steht Schwarz klar überlegen.
Hannes spielte an Brett 2 mit schwarz gegen Hamann, die Partie verlief ziemlich ausgeglichen.

Hier bot Weiß remis, damit 4,5 zu 1,5 für uns.
Eine völlig wilde Partie gab es an Brett 3 bei Hendrik (weiß) gegen Reinhard Schmidt.

Man beachte die beiderseitigen isolierten Doppelbauern auf der e-Linie! Hendrik hatte in dieser völlig unübersichtlichen Stellung nur noch etwa 1 Minute auf der Uhr. Nach 29….Dc7? (Df8! hätte wegen der Drohung Lg6 laut Stockfish eine schwarze Gewinnstellung ergeben) 30.Th8 Kd7? (Dc6! mit etwa gleichem Spiel) 31.Sd2 Lg6 32.Sxf3? (besser Dd1!) exf3 33.Dd1 Kc6?? (nach 33….b5! wäre die Partie noch weiter gegangen, allerdings steht Weiß besser) 34.Da4+! gab Schwarz wegen matt im nächsten Zug auf. Eine spannende Kampfpartie!
Als letztes lief noch die Partie Simantsev – Rüsch an Brett 1. In einer bekannten Königsinder-Variante hatte Mikhail von der Eröffnung her immer Vorteil.

Hier entschied er die Partie mit 28.Sf6+ Lxf6 (Kh8 29.Sxh7!) 29.Txf6 Ta6 (Sxd5 30.Txd6 Sxe3 31.Kxe3 ist auch hoffnungslos, z.B. 31…Tf8 32.Td7 b6 33.Ke4 Tf2 34.Tg7+ Kh8 35.Tb7) 30.g6! hxg6 31.h7+ und schwarz hatte genug gesehen.
Somit also ein letztendlich klarer 6,5 zu 1,5 Sieg!
Arvid
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Klarer Sieg gegen Neubrandenburg
Da die Neubrandenburger die Bretter 3 und 8 frei ließen kamen Hendrik und Ralph zu kampflosen Punkten und wir führten mit 2:0.
Als erstes endete die Schwarzpartie von Willi gegen Andreas Roßmann bereits nach 12 Zügen remis.
In meiner (Arvid) Weißpartie gegen Priladyshev hatte ich schon mehrere gute Gelegenheiten ausgelassen, in dieser Stellung

zog ich 30.Sc5. Nach Sxc5 (besser Dxc5 mit wahrscheinlichem Remisausgang) nahm ich ohne großes Nachdenken mit dem d-Bauern wieder und träumte von Mattbildern auf der schwarzen Diagonale. Nun wurde ich aber durch 31….d4! 32.Lxd4 (exd4 hätte den Laden noch halbwegs zusammengehalten) Ld5 überrascht, wonach Schwarz schon auf Gewinn steht, da er eine Qualität gewinnt und seine Dame entscheidend auf f3 eindringt. Bald darauf damit 0:1 und nur noch ein Punkt Vorsprung.
An Brett 6 spielte Bernd Wandel mit weiß gegen Hassweh, und nach zuletzt 18.Sxf3 ergab sich diese Position:

Schwarz zog jetzt 18….Lg4? (nach z.B. Kh8 wäre nicht viel los gewesen). Es folgte 19.d6+ Kh8 20.Sg5! Df6 21.Sf7+ Kg8 22.Sh6+, wonach Hassweh a Tempo 22….Le6 probierte. Bernd machte ihm aber klar dass er immer noch durch den Springer im Schach steht, es kam dann also Kh8 23.Sxg4.
Hier hätte Schwarz eigentlich aufgeben sollen, aber er schleppte die Partie tatsächlich noch bis zum 60. Zug hin.
An Brett 2 hatte Hannes mit weiß gegen Peter Stövesand immer etwas Raumvorteil.

Schwarz versuchte jetzt mit 27….e5? (besser f5) Gegenspiel zu bekommen, aber nach 28.d5 f5 29.e4 (auch Sxb7 war schon möglich) stand er auf Verlust, verlor einen Bauern nach dem anderen und gab im 49. Zug auf. Damit 4,5 zu 1,5 für uns, Mannschaftssieg gesichert.
An Brett 7 stand Helmut die ganze Partie über leicht besser und hätte hier

nach 18.Sxd4? (nötig war Txc8+) mit 18….Txc1 19.Txc1 Dg5! gewinnen können, es droht matt auf g2 und der Tc1 ist angegriffen, was Weiß nur mit 20.f4 Dxf4 21.Sb3 parieren könnte, aber nach 21.…Sxe5 hat Schwarz einfach 2 Bauern bei überlegener Stellung mehr. Statt dessen stand Helmut nach 18….Tc5 zwar immer noch gut, aber Weiß konnte sich später noch durch Dauerschach ins remis retten.
An Brett 1 opferte Mikhail mit schwarz gegen Eric Stövesand in dieser Stellung

mit 17….Lxc5 18.bxc5 Sc4! 19.Lg5 Dd7 20.Lxc4 dxc4 21.Txc4 Dd5 einen Bauern, was ihm aktives Gegenspiel gab. Die Stellung blieb aber kompliziert und nach 57 Zügen endete die Partie nach Zugwiederholung remis.
Damit lautete das Endergebnis 5,5 zu 2,5 und Tabellenplatz 1 wurde verteidigt!
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Spielbericht der 2. Mannschaft vom 23.10.22
Am Sonntag begann für die Schachsportler die neue Spielsaison.
Für die Spieler der Schachfreunde Schwerin II ergab die Auslosung ein Heimspiel gegen die SAV TORGELOW II.
Nominell waren die Schweriner der Favorit und wurden dieser Rolle mit einem 6,5:1,5 Sieg auch gerecht.
Mit vollen Punkten starteten C. Hornych, P. Kutschke, S. Helms, M. Kupfernagel, W. Jung und A. Schmidt.
Unentschieden spielte T. Fischer. Lediglich A. Voll beging in sehr guter Stellung einen Fehler und musste kapitulieren.
Damit starteten die Schachfreunde mit dem geteilten 1. Tabellenplatz.
Am Sonntag begann für die Schachsportler die neue Spielsaison.
Für die Spieler der Schachfreunde Schwerin II ergab die Auslosung ein Heimspiel gegen die SAV TORGELOW II.
Nominell waren die Schweriner der Favorit und wurden dieser Rolle mit einem 6,5:1,5 Sieg auch gerecht.
Mit vollen Punkten starteten C. Hornych, P. Kutschke, S. Helms, M. Kupfernagel, W. Jung und A. Schmidt.
Unentschieden spielte T. Fischer. Lediglich A. Voll beging in sehr guter Stellung einen Fehler und musste kapitulieren.
Damit starteten die Schachfreunde mit dem geteilten 1. Tabellenplatz.
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